Wissenschaftliche und publizistische Projekte

Auf dieser Seite finden Sie über die Liste der Veröffentlichungen von Dozenten und Mitarbeitern am Institut  hinaus (siehe -> 7.2. Publikationen ) sowohl abgeschlossene wie aktuelle wissenschaftliche und publizistische Projekte, die ausdrücklich am LFI der DAP oder in Zusammenarbeit mit dem Institut erarbeitet wurden..

Psychotherapie und Künstliche Intelligenz

Zu diesem aktuellen Thema finden Sie am Institut Projekte und Publikationen. Siehe hierzu u.a. Kapsberger, S. ; Hörner, J. (2026) : Online-Psychotherapie und KI-gestützte Interventionen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie – Ein narratives Review. Dynamic Psychiatry, 59: 43-53. Volltext

Kleinianische Psychoanalyse

Im Rahmen dieses Projekts mit unterschiedlichen Strängen werden Themen aus der Kleinianischen Psychoanalyse in die „Jetzt-Zeit“ transponiert. Zum Teil überschneidet sich dieses Projekt mit den auf die Balintgruppe angewendeten Konzepte W.R. Bions

Leitung in Institutionen

Unter Anwendung kleinianischer Denkfiguren lassen sich Institutionen und deren Leitung besser verstehen. Gleichzeitig finden sich Anregungen, in welcher Weise sich Leitung zugunsten der Organisation formieren kann.

Siehe hierzu: Rüth, U. ; Kapsberger, S. (2026) : Leitung in Institutionen – Arbeitsaufgaben und das Management von Grenzen. Eine kleinianisch-psychoanalytische Annäherung. Forum der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, 36, 76-89. Volltext

Okkupative Identifzierung

Okkupative Identifizierung oder psychische Kolonisierung stellt als Konzept eine Erweiterung relationaler Psychoanalyse dar, hier in Zusammenschau mit Aspekten kleinianischem Denkens im Sinn projektiver Identifzierungen.

Siehe hierzu: Rüth, U. ; Bayer, S. ; Splete, R. (2026) : Über okkupative Identifizierung – oder psychische Kolonisierung. Dynamische Psychiatrie, 59: 3-15. Volltext

Adhäsive Identifizierung

Adhäsive Identifizierung ist ein von Ester Bick und Donald Meltzer geprägtes, bedauerlicherweise sehr wenig bekanntes Konzept, welches wieder aufgegriffen und auf sowohl therapeutische wie gesellschaftliche Phänomene bezogen wird.

Siehe hierzu Rüth, U.; Ehrenreich, R. (2024) Adhesive Identification – revisited. Dynamische Psychiatrie, 57: 60-68. Volltext

Projektive Identifizierung

Ein vorrangig auf Melanie Klein gehendes Konzept sowohl nicht-sprachlicher Kommunikation wie früher Abwehr.

Siehe hierzu als Paper: Rüth, U. (2024): Projective Identification. Dynamische Psychiatrie, 57: 12-25. Volltext sowie als Präsentation Rüth, U. (2022): Projektive Identifikation. Zoom-Vortrag. – Lehr- und Forschungsinstitut der DAP, München, 28. Januar 2022. Volltext

Kritik an der institutionalisierten Psychotherapie und Psychoanalyse

Kritik an der institutionellen Psychoanalyse und an der Rolle der Lehrtherapie/Lehranalyse findet seirt Jahrzehnten statt, wird aber selten aufgegriffen. Am Institut fanden hierzu einige Veranstaltungen und Workshops statt, deren Ergebnisse zu weiterer Diskussion anregen können.

Rüth, U. (2025): Johannes Cremerius’ Kritik an den institutionellen Strukturen der Psychoanalyse in den 70ger bis 90ger Jahren – Psychoanalyse als Unterwerfungsritual. Worksheet zum Workshop am 18. März 2025 am Institut der Dt. Akademie für Psychoanalyse. Volltext

Rüth, U.; Hörner, J. (2025): Rolle und Funktion von Lehrtherapie/Lehranalyse bzw. tiefenpsychologischer/psychoanalytischer Selbsterfahrung. Worksheet, als Ergebnis eines Workshops am Dienstag, 21. Oktober 2025, am Lehr- und Forschungsinstitut der Deutschen Akademie für Psychoanalyse, München. Volltext

What’s going on in a Balint Group?

Es handelt sich um ein laufendes Projekt, aus dem aktuelle wie bereits zurückliegende Publikationen entstanden sind.

Converting Balint into online (2021)

Aufgrund der aktuellen Situation werden Veranstaltungen wie auch unsere Balintgruppe online abgehalten. Bisher gibt es keine (publizierten) Anwendungsbeobachtungen zu Gruppenprozessen und spezifischen Aspekten beim Wechsel einer Balinitgruppe aus dem Präsenzmodus in den Online-Modus.

Siehe hierzu: Rüth, U.; Holch, A. (2021) Converting Balint into online. Dynamische Psychiatrie, 54(1):114-123. Volltext sowie Rüth, U. (2022) Die Deutsche Balintgesellschaft (DBG) befürwortet online-Balintgruppen – mit Einschränkungen. Dynamische Psychiatrie, 55(5-6): 325-327. Volltext

Negative Fähigkeit nach Bion und Balintgruppenarbeit (2020)

Negative Fähigkeit nach W.R. Bion geht über Bions Containment-Konzept deutlich hinaus und meint die Fähigkeit, Unbewusstes und Vorbewusstes  aktiv in einem kreativen Prozess aufzunehmen. Die Arbeitsgruppe am Institut hat Balintgruppen unter dem Aspekt dieses Konzepts analysiert. – Rüth, U.; Holch, A. (2020): Negative Fähigkeit nach W.R. Bion und die Balintarbeit – Aspekte bei Leiter und Teilnehmer. Balintjournal, 21: 81-85. Volltext

Leiterverhalten in der Balintgruppe (2019)

Anhand eines komplexen Fallberichts aus der Balintgruppe wird das Konzept der parasitären Beziehung nach Bion aufgegriffen. –Rüth, U. (2019): Parasitäre Beziehungen und aktives Leiterverhalten in der Balintgruppe – mit besonderem Bezug zu den theoretischen Annahmen von W.R. Bion. Balintjournal, 20(03):75-78. Volltext

Co-Leitung in Balintgruppen (2013-2014)

Im Zeitraum 2011 bis Anfang 2014 haben sich Astrid Holch und Ulrich Rüth im Rahmen der laufenden Balintgruppe des Instituts einer qualitativen Studie der Thematik Co-Leitung in Balintgruppen gewidmet. Hieraus ist ein Kongressvortrag auf dem Internationalen Balintkongress in Heidelberg September 2013 entstanden, der in erweiterter Fassung im Balintjournal 2014, 1. Heft, erschienen ist: Rüth, U.; Holch, A. (2014): Co-Leitung in Balint-Gruppen. Balint Journal, 15: 11-16. Abstract (engl.) – Balintkongress Metz 2013, Kongressbeitrag (Englisch) -> Volltext  – Balintkongress Metz 2013, Kongressbeitrag in französischer Sprache, Bulletin Balint ->  Volltext 

Die Balintgruppe als Container für die Not des Arztes (2012)

Publikation von Ulrich Rüth und Astrid Holch 2012 im Rahmen des Themenhefts Gruppenpsychotherapie, herausgegeben von Astrid Thome.  -> Volltext

Gutachterverfahren

Besser einen Umwandlungsantrag stellen?

Anhand der Analyse der Gutachtenstatistik der KBV lässt sich nachweisen, dass Umwandlungsanträge eher über den Gutahcter genehmigt werden als Erstanträge.

Rüth, U.; Thome, A. (2025): Gutachterverfahren Psychotherapie: Besser einen Umwandlungsantrag stellen? Dynamische Psychiatrie, 58, 185-188. Volltext

Kinder- und Jugendlichentherapie

In der Kinder- und Jugendlichentherapie nehmen am Gutachterverfahren ganz überwiegend nur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten teil – andere Berufsgruppen sind demgegenüber eher randständig.

Rüth, U. (2024): Einige Anmerkungen zu Ergebnissen der Gutachterstatistik 2023 für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen. Dynamische Psychiatrie, 57: 204-209. Volltext

Konsiliarberichte im Antragsverfahren für Psychotherapie (2021)

bei tiefenpsychologisch fundierter Kinder- bzw. Jugendlichen-Psychotherapie. Ulrich Rüth und Anna Rung haben sich vertieft mit Ärztlichen Konsiliarberichten im Rahmen des Antrags auf Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen befasst – Rüth, U.; Rung, A.  (2021): Konsiliarberichte zum Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen. PDP Psychodynamische Psychotherapie, 20 (4): 385–391. Volltext

Vergütung für Kindertherapien (2020)

Ulrich Rüth und Anna Rung haben sich mit der Problematik der Vergütung von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapien, auch unter dem Aspekt der Veränderungen aufgrund der universitären Direktausbildung für Psychotherapeuten auseinandergesetzt. Es wird eine höhere Vergütung für diese Therapien im Vergleich zur Therapie für Erwachsene eingefordert aufgrund der bei ihr entstehenden besonderen Aufwendungen, aber auch wegen der Notwendigkeit, das Angebot von Kinder- und Jugendlichentherapien auch künftig hinreichend attraktiv zu machen.

Rüth, U.; Rung, A. (2020): Weshalb braucht es einen Zuschlag für Kinder- und Jugendlichentherapien? Dynamische Psychiatrie, 53: 28-34. Volltext

Wendepunkte in der Psychotherapie (2017-2019)

Nataly Hoffmann, Ltd.Psychologin an der Klinik Menterschwaige, und Margit Schmolke, Leitung des LFI in München, haben sich mit Wendepunkten in der Psychotherapie befasst. Ursprünglich ein Vortrag auf dem 18. Kongress der WADP im April 2017 in Florenz, jetzt erschienen in PDP.

Abstract (gekürzt): Auf Basis einer empirischen Befragung von Psychotherapeuten werden Phasen von Stagnation, Irritation und Beziehungsbrüchen vor dem Wendepunkt beschrieben. Die Bedeutung der therapeutischen Beziehung wird hervorgehoben. Die Psychotherapieliteratur bezeichnet Wendepunkte im komplexen intersubjektiven Raum der Patient-Therapeut-Beziehung als »Gegenwartsmomente« – diese werden von den Autorinnen ausführlich beschrieben.

Hoffmann, N.; Schmolke, M. (2019): Wendepunkte in der psychodynamischen Psychotherapie. Psychodynamische Psychotherapie, PDP, 18: 114-121. Volltext

Dokumentation von Supervisionen (2018)

Ulrich Rüth und Anna Rung befassten sich in Zusammenarbeit mit Ausbildungs-Supervisionen am Institut mit der Erarbeitung einer rationellen Dokumentation.

Die Publikation hierzu – U. Rüth, A. Rung (2018): Ein Dokumentationsblatt zur strukturierten Dokumentation von tiefenpsychologisch-fundierten (Ausbildungs-)Supervisionen. Psychodynamische Psychotherapie, PDP, 17: 20-25. ->zum Volltext