Publikationen in Auswahl

Hier finden Sie Veröffentlichungen von Dozenten und Mitarbeitern des LFI in Auswahl.

Bücher

Ammon, Maria; Fabian, Egon (Hrsg.): Selbstfindung und Sozialisation: Psychotherapeutische Überlegungen zur Identität. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2014

Umschlag Selbstfindung und SozialisationSelbstfindung und Identitätsentwicklung sind in der heutigen Zeit erschwert: Der Wegfall religiöser Vorstellungen und tradierter Werte stellt besonders die Jugend vor große Herausforderungen. Bereits in der Kindheit können schwache Bindung, Traumata und andere pathogene Faktoren zu psychischen Krankheiten und Identitätsstörungen führen.

Die Autorinnen und Autoren nähern sich dem Konzept der Identität im Zusammenhang mit Bindungsstörungen, Selbstfindung und Sozialisation. Zudem werden die interpersonelle und soziokulturelle Dimension und damit auch Aspekte wie Heimat, Migration und Entwurzelung behandelt. Das Buch zeigt die Relevanz der dynamischen und gruppenbezogenen Auffassung von Identität für den therapeutischen Prozess auf.

Fabian, Egon: Die Angst: Geschichte, Psychodynamik, Therapie. Münster: Waxmann, 2013 (Psychotherapiewissenschaft in Forschung, Profession und Kultur 5)

Umschlag Die AngstIn unserer Zeit, einer Zeit der rapiden und in ihren Auswirkungen größtenteils unberechenbaren technischen, ökologischen und sozialen Veränderungen, spielt die existenzielle Angst eine große Rolle. Der Autor betont, dass »gesunde« Angst ein wesentlicher Teil des Menschseins ist; sie hilft, eigene Entwicklung, geistige Tiefe und Beziehungen zu Anderen zu erlangen. Krankhafte Angst kann auf die existenzielle »Ur-Angst« des Kleinkindes zurückgeführt werden. Sie entsteht in einer Umgebung, die die Angst des Kindes nicht wahrnimmt oder sogar unterdrückt. Die individuelle Qualität der Angst eines Menschen hängt wesentlich von der eigenen Biographie ab: Angst – in all ihren Manifestations-, und Abwehrformen – hat immer ihre eigene Geschichte. Soziokulturelle Einflüsse werden durch die Dynamik der Familie »gefiltert«. Auch das »Zu-Wenig« an Angst, die defizitäre Angst, und ihr »Kippen« in Aggression, werden thematisiert. Nach der Beschreibung der Symptomatologie geht der Autor detailliert auf die verschiedenen Formen der Therapie der Angst ein.

Fabian, Egon (Hrsg.): Psychotherapie der Angst: Theoretische Modelle und Behandlungskonzepte. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2013

Umschlag Psychotherapie der AngstAngst als menschliches Grundgefühl kommt in zahlreichen Formen zum Ausdruck. Für die Entstehung pathologischer Angst spielen frühe Verlassenheitserfahrungen, offene und unterschwellige Traumatisierungen, aber auch soziokulturelle Aspekte eine zentrale Rolle. In extremen Fällen wird die nicht gespürte, »defizitäre« Angst oft als Aggression ausgedrückt. Ziel einer Psychotherapie ist es, sie in eine »gesunde« Angst zu transformieren, die zu mehr Kontaktfähigkeit und letztlich zu mehr innerer Freiheit führen kann.

Die Autorinnen und Autoren der Beiträge beleuchten verschiedene Aspekte der einzel- und gruppentherapeutischen Behandlung der Angst, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, mit Träumen oder mit dem Körper in der Tanztherapie.

Fabian, Egon: Anatomie der Angst: Ängste annehmen und an ihnen wachsen. 2. Aufl. Stuttgart: Klett-Cotta, 2012

Umschlag Anatomie der AngstAngst ist ein fester Bestandteil des Menschseins. Uns allen ist sie gemeinsam: eine Ur-Angst. Nur durch Rückbesinnung kann es uns gelingen, mit ihr umzugehen und sie als Teil unseres Lebens zu akzeptieren. »Ängste besiegen«, »Endlich frei von Angst und Panik« – so oder so ähnlich lauten die Heilsversprechungen einer wahren Flut von Ratgebern. Dabei ist es nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch nicht ungefährlich, wenn sogar Fachleute die Angst zum besiegbaren Symptom erklären.

  • Ein Leben ohne Angst ist gar nicht möglich.
  • Keine Angst zu spüren ist gefährlich.
  • Die Quelle aller Ängste ist die Ur-Angst.
  • Die Ur-Angst können wir nicht besiegen, doch wir können lernen, mit ihr zu leben.
  • Angst hilft, unser Leben zu vertiefen und mit anderen solidarisch zu sein.
  • Angst ist fester Bestandteil des Menschseins: Nur wer Ängste spürt, ist empathiefähig.

Reitz, Gertraud; Schmidts, Rolf; Urspruch, Ingeborg; Rosky, Thomas: Heilsame Bewegungen: Musik-, Tanz- und Theatertherapie. Gießen: Psychosozial-Verlag, 2011

Umschlag Kreative TherapienDie Einsicht, dass der Mensch nicht einen Körper hat, sondern sein Körper ist, erfordert ein erweitertes Verständnis von Psychoanalyse. Unbewusstes artikuliert sich nicht nur mittels Sprache, sondern auch über den Körper. Deshalb gelten den Autoren Tanz-, Musik- und Theatertherapie als wichtige Ergänzung zum therapeutischen Gespräch. Der Band bietet dem Leser durch Fallgeschichten und gut verständliche Erläuterungen einen Einblick in die nonverbalen, körperzentrierten Verfahren und gibt Anregungen für die eigene Beschäftigung mit diesen kreativen Therapien

Heyden, Saskia; Jarosch, Kerstin: Missbrauchstäter: Phänomenologie – Psychodynamik – Therapie. Mit einem Geleitwort von Rolf Schmidts. Stuttgart: Schattauer, 2010

Umschlag Missbrauchstäter Wenige Schlagzeilen lösen in den Medien ähnliche Emotionen und Ängste, aber auch Vorurteile aus wie die Berichte über den sexuellen Missbrauch und die Misshandlung von Kindern. Dieses Werk setzt sich auf wissenschaftlicher Basis umfassend mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinander. Ohne das Schicksal der Opfer zu vernachlässigen, legen die Autorinnen den Fokus auf die Täter und gehen u.a. folgenden Fragen nach:

  • Wie entsteht Missbrauchsverhalten?
  • Welche Folgen hat sexueller Kindesmissbrauch?
  • Gibt es besondere Merkmale und (psychische) Auffälligkeiten von Tätern?
  • Welche Typen von Tätern gibt es?
  • Wie können wirksame Behandlungskonzepte aussehen?

Auch die Verbindungen zwischen Gewalt- und Vernachlässigungserfahrungen und Missbrauchsverhalten werden gezeigt.

Fabian, Egon; Dulz, Birger; Martius, Philipp (Hrsg.): Stationäre Psychotherapie der Borderline-Störungen: Therapiespektrum und klinikspezifische Behandlungskonzepte. Stuttgart: Schattauer, 2009

Umschlag Stationäre Psychotherapie der Borderline-StörungenIm deutschsprachigen Raum existiert eine hoch differenzierte Versorgungslandschaft für die klinische Behandlung von Persönlichkeitsstörungen. Die Bettenkapazität ist fünfstellig, der Nutzungsgrad liegt bei 90%. Erstmalig werden mit diesem Buch erfolgreiche Konzepte für die stationäre Therapie von Borderline-Störungen zusammengefasst. Die Autoren beschreiben anschaulich und praxisnah ihre jeweiligen Behandlungsschwerpunkte und gehen detailliert auf die spezifischen Therapieangebote ein, abhängig von der Schwere und den Besonderheiten der Störungen. Der Leser erhält einen fundierten Einblick in die therapeutische Arbeit der verschiedenen Institutionen. Dieses wegweisende Handbuch zum stationären Therapiespektrum bei Borderline-Störungen richtet sich in erster Linie an Ärzte und Therapeuten sowie Sozialdienste und Kostenträger. Aber auch Patienten und deren Angehörige können hier wertvolle Informationen erhalten.

Amering, Michaela; Schmolke, Margit: Recovery: Das Ende der Unheilbarkeit. Bonn: Psychiatrie-Verlag, 2007

Umschlag RecoveryHoffnung macht Sinn. Das ist die Essenz der Recovery-Bewegung. Hier werden von Betroffenen initiierte Genesungs-Konzepte und Erfahrungen mit Schizophrenie für Betroffene, aber auch als Maßstab für professionelles Handeln, bereitgestellt. Michaela Amering und Margit Schmolke sehen die großen Chancen, die von dieser Bewegung und einer personenzentrierten Behandlung bei Psychosen für die Psychiatrie ausgehen. Schizophrenie ist heilbar, so lautet die nun mit Daten der Verlaufsforschung belegte Botschaft.

Recovery setzt den Empowerment-Gedanken schlüssig um. Die paternalistisch-fürsorgliche Haltung gegenüber Nutzerinnen des psychiatrischen Systems tritt in den Hintergrund. So ist es konsequent, dass im Buch mit dem einzigartigen Überblick über die Voraussetzungen und Grundannahmen der Recovery-Forschung Psychiatrie-Erfahrene als Forscher diskutiert werden. Wilma Boevink und Ron Coleman sind zwei der sieben mit ihrer Lebensgeschichte und Arbeit vorgestellten Symbolfiguren, aber sie betonen selbst, dass sie keine Ausnahmeerscheinungen sind. Auf einer neuen, ganzheitlich gedachten Ebene kann Gesundheit wieder erfahrbar werden.

Ammon, Maria: Kindheit und Pubertät von schizophren strukturierten Patienten. Bonn: Psychiatrie-Verlag, 2002

Umschlag Kindheit und PubertätVor dem Hintergrund der unterschiedlichen Hypothesen zur Pathogenese der Schizophrenie liefert Maria Ammon eine qualitative Untersuchung der frühen Lebensgeschichte von schizophren erkrankten Patienten und deren Familien. Das Herzstück der Arbeit bilden biografische Interviews mit sechs schizophren erkrankten Menschen und ihren nächsten Bezugspersonen. Im Ergebnis geht es der Autorin darum, die Erkrankung familiendynamisch zu verstehen, aber nicht um Schuldzuweisungen vorzunehmen, sondern um die Bedingungen schizophrener Erkrankungen zu beleuchten und um Alternativen zur Prophylaxe sowie Hilfestellungen für die Familien zu entwickeln.

Schmolke, Margit: Gesundheitsressourcen im Lebensalltag schizophrener Menschen: Eine empirische Untersuchung. Bonn: Psychiatrie-Verlag, 2001

Umschlag GesundheitsressourcenMit den hier vorgestellten Konzepten der Gesundheitsförderung und der Salutogenese wird ein neuer Blick auf das Erleben von schizophrenen Menschen geworfen. Anhand qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden belegt die Autorin, dass den Betroffenen eine Vielzahl von gesunden Anteilen und Ressourcen in ihrem Lebensalltag neben oder trotz ihrer Erkrankung zur Verfügung stehen und sie ihr keineswegs – wie so oft angenommen – hilflos ausgeliefert sind, sondern ihr Leben zu gestalten vermögen.

In einer Zeit, in der die Medikalisierung der Psychiatrie und Klinischen Psychologie zunehmend den klinischen Alltag bestimmt, ist ein Menschenbild, das den Patienten nicht zum bloßen Träger einer Krankheit reduziert, umso notwendiger. Dazu liefert diese Arbeit einen wichtigen Beitrag.

Reitz, Gertraud; Schmidts, Rolf; Rosky, Thomas: Das große Buch vom Träumen. Augsburg: Weltbild Verlag, 1999, 2. Aufl. 2000

Umschlag Das große Buch vom Träumen Träume gehören zu den wichtigsten Quellen unserer inneren Kraft. Wer ihnen vertraut, wird mutig daran gehen, seine Pläne und Wünsche in die Realität umzusetzen. Zahlreiche »Traumbiografien« helfen Ihnen, Traumbotschaften richtig zu deuten, verschüttete kreative Potenziale zu Tage zu fördern und letztlich ein lebendiges aktives Leben zu führen. Dr. phil. Gertraud Reitz, eine der Autorinnen, ist seit über 20 Jahren Lehr- und Kontrollanalytikerin der Deutschen Akademie für Psychoanalyse in München. Der Mitautor Dr. med. Rolf Schmidts ist Chefarzt der Dynamisch-Psychiatrischen Klinik Menterschwaige in München und ärztlicher Leiter und Lehranalytiker des Lehr- und Forschungsinstitutes der Deutschen Akademie für Psychoanalyse in München.

Ammon, Günter : Das Borderline-Syndrom – Krankheit unserer Zeit. Mit einem Vorwort von Ernst Federn. Berlin, München: Pinel-Verlag für humanistische Psychiatrie und Philosophie, 1998

Umschlag Borderline-SyndromSchon 1976 stellte Günter Ammon das Borderline-Syndrom als eigenständiges Krankheitsbild erstmalig der wissenschaftlichen Öffentlichkeit vor. War zu Freuds Zeiten die neurotische Erkrankung ein Ausdruck der Sexualitätsfeindlichkeit der Gesellschaft, so kann in unserer hochtechnologisierten Konsumgesellschaft die Borderline-Erkrankung in ihrer angepassten Fassadenhaftigkeit, Standpunktlosigkeit und Desintegriertheit als Krankheit unserer Zeit gelten. Das Buch enthält eine Sammlung von Arbeiten Prof. Günter Ammons und Mitarbeitern aus den Jahren 1974–1995.

Ammon, Günter: Der mehrdimensionale Mensch. 2., überarb. Aufl. Berlin, München: Pinel-Verlag für humanistische Psychiatrie und Philosophie, 1995

Umschlag Der mehrdimensionale Mensch»Der mehrdimensionale Mensch« ist das humanistische Konzept, das der Berliner Psychiater und Psychoanalytiker Prof. Günter Ammon in jahrzehntelanger Auseinandersetzung mit dem breiten Spektrum des menschlichen Potentials entwickelt hat.

Mehrdimensionalität beinhaltet bei Ammon immer das Potential an konstruktiver Lebensentfaltung, das aus dem Einklang von Körper, Geist und Seele erwächst.

Ammon, Günter: Vorträge 1969–1988. Berlin, München: Pinel-Verlag für humanistische Psychiatrie und Philosophie, 1988